Sterilisation des Mannes

Die Sterilisation des Mannes, in der Fachsprache Vasektomie genannt, ist eine zuverlässige Maßnahme zur Einstellung der Fruchtbarkeit. Sie ist besonders für Männer geeignet, die keinen Kinderwunsch (mehr) haben, und ihrer Partnerin z.B. die Einnahme der Pille, oder gar eine Sterilisationsoperation ersparen  möchten. Selbstverständlich ist ein ausführliches persönliches Aufklärungsgespräch erforderlich, das der  nachfolgende Text nicht ersetzen kann. Wir bitten um Verständnis dafür,  dass wir Aufklärungsgespräche nicht am Telefon  durchführen können. Es handelt sich um einen relativ kleinen Eingriff, der in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt wird.  Auf Wunsch kann auch eine allgemeine Sedierung erfolgen.  Der Patient muss am Operationstag nüchtern erscheinen und die Schambehaarung entfernt haben (am besten durch Rasur, wir raten  von Enthaarungscremes ab).  Außerdem soll er  eine Begleitperson mitbringen. Nach der Desinfektion der Haut  der Geschlechtsorgane und ihrer Umgebung und nach steriler  Abdeckung wird seitgengetrennt  der jeweilige Samenleiter im oberen Drittel des Hodensacks durch den  Operateur  ertastet .  An der Stelle wird eine örtliche Betäubung  eingespritzt,  ein kleiner Hautschnitt gemacht  und der Samenleiter freigelegt. Er wird freipräpariert, mit zwei Klemmen abgeklemmt und das Stück zwischen den Klemmen entfernt und in Formalin  aufgehoben. Anschließend werden die neu entstandenen Stümpfe, jeder für sich,  abgebunden und  so umgelegt, dass ihre Enden in die entgegengesetzte Richtung der ursprünglichen  zeigen.  Somit wird vermieden, dass sie wieder zueinander finden.  Die Haut wird dann vernäht, der Eingriff ist damit beendet. Durch die Unterbrechung der Samenleiter können die Samenzellen die Hoden nicht mehr verlassen und damit die Prostata nicht erreichen, in der der Samenerguss (Ejakulat) erzeugt  wird. Es kommt aber zu keinem Rückstau in den Hoden, die neu entstehenden Samenzellen werden wieder abgebaut, was übrigens auch beim nicht sterilisierten  Mann zum großen Teil passiert. Der Erguss wird beim sterilisierten Mann genauso weiter gebildet  und ausgestoßen wie vor der Operation.  Er enthält in den ersten Monaten nach dem Eingriff noch Samenzellen, deswegen ist in den ersten 3 Monaten nach der Operation noch eine Verhütung nötig. Nach dieser Zeit ist die Untersuchung des Patienten und zwei mikroskopische Untersuchungen des Ejakulates erforderlich.

Nur  wenn sich zeigt, dass in keiner der zwei Proben auch eine einzige Samenzelle enthalten ist, kann die Verhütung eingestellt werden.  Die Sterilisation des Mannes ist eine Selbstzahlerleistung, die nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) liquidiert wird.